China

Thema Information Kommentar
Hauptstadt Beijing/Peking -
Fläche 9.571.302 km² China ist etwa so groß wie die USA, oder das gesamte Europa bis zum Ural. China ist rund 116 mal so groß wie Deutschland.
Einwohnerzahl 1,330 Mrd. (Juli 2008) -
Bevölkerungsdichte 137,6 Einwohner/km² In Tibet leben auf einem Quadratkilometer durchschnittlich nur 2 Menschen. Man kann eine imaginäre Linie ziehen, zwischen den Städten Heihe und Tengchong. Östlich der Linie leben mehr als 9/10 der gesamten Bevölkerung Chinas.
Staatsform, Regierungsform Volksrepublik; autoritäres sozialistisches Einparteiensystem (Kommunistische Partei Chinas) -
Nachbarstaaten (im Uhrzeigersinn) Vietnam, Laos, Myanmar, Bhutan, Nepal, Indien, Pakistan, Afghanistan, Tadschikistan, Kirgisistan, Kasachstan, Russland, Mongolei und Nordkorea China und Russland haben mit jeweils 14 die größte Anzahl von Nachbarstaaten mit einer Landesgrenze.
Staatsgründung Die Volksrepublik China wurde 1949 nach einem Bürgerkrieg gegründet. Nach dem Ende des Zweiten Weltkriegs endete der chinesische Bürgerkrieg zwischen der kommunistischen Partei Chinas und der Kuomintang damit, dass die Kommunisten die Kontrolle über das Festland hatten, wohingegen die Kuomintang die Insel Taiwan innehatten, auf die sie kurz zuvor geflohen waren. Am 1. Oktober 1949 proklamierte Mao Zedong die Volksrepublik China und errichtete einen kommunistischen Staat.
Gliederung 22 Provinzen, fünf autonome Gebiete, vier regierungsunmittelbare Städte und zwei Sonderverwaltungszonen Auf die drei größten Gebiete (Xinjiang, Tibet, Innere Mongolei) entfallen 45% der Staatsfläche. Der Anteil der Bevölkerung liegt allerdings nur bei 4%.
Bevölkerungswachstum etwa 0.6 Prozent pro Jahr Um das enorme Bevölkerungswachstum von 2.8% in den 1960er Jahren einzudämmen, betrieb China lange Zeit die Ein-Kind-Politik. Mittlerweile wurde sie allerdings wieder gemildert, weil eine Überalterung der Gesellschaft befürchtet wurde. Mittlerweile dürfen Paare, die selbst Einzelkinder sind, zwei Kinder bekommen.
Sprachen Die Amtssprache ist Hochchinesisch (Mandarin). Allerdings sind je nach Region auch noch andere Sprachen offiziell anerkannt. Dazu zählen das Kantonesische in Hongkong und Macao, das Koreanische in Yanbian, das Mongolische in der Inneren Mongolei, das Tibetische in Tibet, das Uigurische in Xinjiang sowie Zhuang in Guangxi.
Religion Verbreitete Religionen sind Buddhismus, Daoismus, Islam und Christentum. Daneben ist ein alter chinesischer Volksglauben, der Konfuzianismus, der eher Sozialethik als Religion ist und die moralischen Verhaltensweisen der Chinesen beeinflusst, sehr einflussreich. Offiziell hat die VR China in ihrer Verfassung das Recht auf Religionsfreiheit verankert. Die Glaubensausübung ist nach Auffassung der Regierung Privatsache, jedoch sind ihr Grenzen gesetzt. Es ist religiösen Organisationen jedoch nicht erlaubt, die Politik zu kommentieren und zu kritisieren. Für den Staat ist wichtig, dass die Organisationen akzeptieren, dass in jedem Fall die Linie der Kommunistischen Partei Chinas und nicht die eines Kirchenführers für China entscheidend ist. Deshalb wird in der Praxis die Religionsfreiheit eingeschränkt, wenn religiöse Aktivitäten, nach Meinung der Regierung, die öffentliche Ordnung stören, von ausländischen Machthabern kontrolliert seien oder zur Regierung in Opposition stünden.
Völker 91,95 % der Bevölkerung sind Han-Chinesen. Es gibt außerdem 55 offiziell anerkannte nationale Minderheiten. Obwohl die Minderheiten gegenüber der Han-Mehrheit einige Vorrechte haben, wird der Regierung vorgeworfen, besonders die muslimischen Minderheiten zu unterdrücken.

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The Dragon in the land of snow

1904 Einmarsch der Engländer in Tibet Die Younghusband Expedition
1913 Vertreibung der chinesischen Garnison aus Lhasa -
1933 Tod des 13. Dalai Lama Wahl von Reting Rinpoche zu Regenten -
21.07.1939 Beginn der Reise der Wiedergeburt des Dalai Lama von Takser nach Lhasa Film: Kundun gibt einen schönen Eindruck der Geschichte
10.10.1939 Einzug des 14. Dalai Lama in Lhasa. Er erhält den Namen Yeshe Tenzin Gyatso -
01.10.1949 Gründung der Volksrepublik China Ausrufung am Platz des Himmlischen Friedens durch Mao Tse Dung
07.10.1950 Beginn der Invasion Tibets (Kham)durch die Volksbefreiungsarmee -
17.11.1950 Unter dem Eindruck des Einmarsches wird der Dalai Lama in sein Amt eingesetzt -
Nov '50 El Salvador brachte in die Generalversammlung der Vereinten Nationen einen Antrag auf Verurteilung Chinas ein. Der Antrag wurde vertagt ( 9 Jahre). Hugh Richardson: "Das Verhalten der indischen und britischen Regierung zeigt, daß sie ihrer moralischen Pflicht, das klarzustellen, was nur sie wissen konnten, nicht nachgekommen sind: nämlich daß ews keine legale Berechtigung für die chinesische Invasion von Tibet gab.
Mai '51 Unter Druck von China wird ein 17-Punkte-Vertrag geschlossen Diese Abkommen ist von China zwar diktiert, aber nie eingehalten worden
26.10.1951 Einmarsch der Volksbefreiungsarmee in Lhasa -
1954 Tenzin Gyatso fährt auf Einladung Chinas nach Beijing. Zusammentreffen mit Tschou En-Lai und Mao Tsetung -
1954 Guerillakrieg in Kham Chinesen gehen mit unglaublicher Brutalität vor. Sie vergiften z.B. Brunnen, töten Mönche und vergewaltigen Nonnen
02.03.1959 Dalai Lama erhält den Titel eines Geshe -
20.03.1959 Chinesen beschießen den Norbulingka. Tausende kamen ums Leben. Dalai Lama flieht im Schutz der Dunkelheit -
31.03.1959 Dalai Lama erreicht die Genze zu Indien -
Okt '59 Malaysia und Irland stellen Antrag zum völkerechtlichen Status Tibets. Ablehnung mit 46 zu 9 Stimmen bei 26 Enthaltungen Vertagung auf unbestimmte Zeit. China verhindert seitdem die Wiederaufnahme auf die Tagesordnung!!!!
Okt '59 Eine International Juristen-Kommission stellt fest,daß sich die Chinesen "durch planmäßiges Töten buddhistischer Mönche und Lamas des VÖLKERMORDES schuldig machen -
09.09.1965 Gründung der Autonomen Region Xizang Amdo und Kham werden werden den chinesischen Provinzen Quinghai, Gansu, Sichuan und Yünnan zugeschlagen
1966-1976 Zerstörung zahlreicher Klöster während der "Großen Proletarischen Kulturrevolution" Der Holocaust, der über Tibet kam, entlarvte das kommunistische China als grausamen und unmenschlicher als jedes andere kommunistische Regime schrieb Alexander Solschenizyn Von 2000-3000 Klöstern blieben nur 20 erhalten.
70er-Jahre Widerstand der Khampas mit Unterstützung des CIA Rückzugsgebiet ist das Königreich Mustang
1971 Aufnahme Chinas in die Vereinte Nation Die Khampa-Soldaten werdengeopfert. Viele wählen den Freitod.
1980 Erste Reformen in Tibet scheitern an den chinesischen Kadern -
September 1987 Der Dalai Lama legt einen 5-Punkte-Friedensplan vor Chinesen reagieren mit Verhaftungen, Schauprozessen und Hinrichtungen.
Mrz '88 Polizisten und Soldaten stürmen den Jokhamg Mindestens zwölf Mönche werden getötet
Mrz '89 Demonstrationen in Lhasa Beijing stellt Tibet unter Kriegsrecht Weltgewissen empört sich, China droht mitWirtschaftssanktionen, die kritischen Stimmen verstummen
1989 10.Panchen Lama verurteilt die Besatzung Tibets Zwei Tage später verstirbt er an einem "Herzschlag"
1989 14. Dalai Lama erhält den Friedensnobelpreis Chinesen intervenieren heftig
2008 Im Vorfeld der Olympiade in Beijing kommt es zu Aufruhen in Lhasa Die Aufruhr wird blutig niedergeschlagen. Seitdem kommt es auf allen Ebenen zu Repressalien gegen die tibetische Bevölkerung
Quelle: Shakya, Tsering; The Dragon in the Land of Snow; A History of Modern Tibet since 1947, Pinguin CompASS History 1999 und eigene Ergänzungen.  
Bergermann Juni 2010    

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