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Hubei

Name Hubei
   
Koordinaten 31ー Nord, 112ー Ost
   
Lagebeschreibung Hubei ist im Westen, Norden und Osten von Bergen eingefasst und hat in der Mitte und im Süden Tiefebenen. Der 3205 m hohe Berg Shennongding im Westen Hubeis ist der höchste Berg Mittelchinas. Die Provinz liegt in der großen chinesischen Ebene und wird vom Jangtsekiang und dem Han Jiang (Han Shui) durchflossen. Nördlich der Provinz gibt es eine Seeregion an der Grenze zu Hunan entlang des Jangtsekiang. Hubei ist Chinas Provinz mit den meisten Seen.
   
Bevölkerung Hubei hat eine Bevölkerung von 57 200 000 Einwohnern, was bei einer Fläche von 187 500 km² eine Einwohnerdichte von 321 Einwohnern/km² ergibt. Die Provinzhauptstadt heißt Wuhan, ein zweites politisches Zentrum ist die Stadt Jingzhou. Wuhan, Shiyan und Xiangfan sind wirtschaftliche Zentren.
   
Wirtschaft Hubeis Entwicklung wurde dadurch geprägt, dass die Provinz durch gute Flussverbindungen mit den Küstenregionen und dem Ausland verbunden ist. So hat Wuhan nach Shanghai den zweitgrößten Hafen am Jangtsekiang. Die wichtigste Nord-Süd-Eisenbahnlinie von Beijing nach Guangzhou überquert in Wuhan den Jangtsekiang. Neben vielen Bodenschätzen sind die Stahl- und Eisenindustrie sowie die Metall- und Textilindustrie wichtig für Hubeis Wirtschaft. In Zukunft soll der Schwerpunkt zusätzlich auf Maschinenbau-, Elektronik- und Automobilindustrie liegen. Schon heute gehört Hubei zu den drei wichtigsten Standorten der chinesischen Autoindustrie. Außerdem ist die Provinz reich an Agrarprodukten. Auf einer Anbaufläche von 3,358 Millionen Hektar werden hauptsächlich Wasserreis, Weizen, Mais, Sorghum, Süßkartoffeln, Baumwolle, Sesam, Raps, Tee, Orangen und Mandarinen sowie Faserpflanzen und Seidenkokons gewonnen. Hubei ist außerdem einer der wichtigsten Süßwasserfischproduzenten Chinas.
   
Jahreseinkommen Im Jahr 2004 betrug das verfügbare Pro-Kopf-Einkommen der Stadtbewohner 8023 Yuan, eine Zunahme um 9,6 Prozent gegenüber 2003. Das Pro-Kopf-Nettoeinkommen der Landbewohner betrug 2897 Yuan, eine Zunahme um 13 Prozent.
   
Historische und landschaftliche Sehenswürdigkeiten Zu den landschaftlichen Sehenswürdigkeiten gehören die Wudang-Berge bei Shiyan. In der Hauptstadt kann man den Turm des gelben Kranichs besteigen, von dem man Ausblick über die erste Brücke die den Jangtsekiang überspannt und die vielen Seen im Umland Wuhans hat. Außerdem gibt es dort im Provinzmuseum von Hubei das 2 500 Jahre alte Grab des Marquis Yi. Des weiteren stammt die Stadtmauer von Xiangfan aus der Ming-Dynastie.
   
Kulturelle Besonderheiten In Hubei leben viele ethische Minderheiten wie die Miao, Tuija und Dong.
   
Sonstiges In Wuhan wurde die einzige Frau in der chinesischen Regierung geboren. Wu Yi war von 2002 bis 2007 Mitglied des Politbüros der kommunistischen Partei Chinas und nahm die 15. Position in der Hierarchie der kommunistischen Partei Chinas ein.
   
Klima Das Klima in Hubei ist subtropisch, wobei man die Jahreszeiten deutlich unterscheiden kann. Die Jahresdurchschnittstemperatur liegt bei 15 bis 17°C, wobei die Winter trocken sind, mit Januartemperaturen von 3 bis 4°C, während die Sommer heiß und feucht sind, mit Julitemperaturen von 27° bis 29°C. 50 % der 600 bis 1 600 mm Niederschlag fallen in den Monaten Juni bis August. In den flussnahen Gebieten kommt es häufig zu Überschwemmungen.
Klimadiagramm der Stadt Wuhan nach Walter.

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Jiangsu

Name Jiangsu, 江蘇 / 江苏 (von den Namen zweier Städte: Jiangning und Suzhou)
   
Koordinaten 33°N, 120°O
   
Provinz-Hauptstadt Nanjing
   
Große Städte Nanjing, Nantong, Wuxi, Changzhou
   
Fläche 102.600 km²
   
Einwohner 77.250.000 (Han Chinesen: 99.64%)
   
Dichte 744 Einwohner/km²
   
Sprache Hochchinesisch und Wu-Dialekte
   
Verwaltung 13 Präfekturen; 25 Kreise
   
Gouverneur Luo Zhijun
   
Geographische Lage Jiangsu grenzt an den Provinzen Shandong im Norden, Anhui im Westen und Zhejiang und Shanghai im Süden. Die Küstenlinie des gelben Meeres ist rund 1.000 km lang.
   
Topographische Lage Die Provinz ist im Süden (Jangtsekiang-Delta) wie auch Osten (Küste) eben, im Norden und Westen hügelig und bergig. Jiangsu hat den größten Anteil an Flachland als auch Flüssen und Seen (Taihu und Hongze Hu: größter und 4.größter See der VR China) von allen Provinzen.
   
Klima Warmgemäßigtes - subtropisches Klima, humid
   
Niederschlag 800 bis 1200 mm pro Jahr; verstärkt im Sommer während des Südost-Monsuns
   
Temperaturen -2°C bis 4°C im Januar ; 26°C bis 30°C im Juli
   
Mögl. Umweltkatastrophen Taifune; Überflutungen
   
Wirtschaft Jiangsu ist eine der dichtest besiedelten und wohlhabendsten Provinzen der VR China (HDI: 0,837). Vorhandene Industriezweige sind:
  Elektrotechnik/Elektronik
  Petrochemie
  Textilindustrie
  Maschinenbau
  Automobilbranche
  Fisch-Industrie
  Landwirtschaft
  Bergbau
  Tourismus
   
   
BIP (2009) US$ 365,14 Milliarden
   
Kulturelle Besonderheiten Nanjing war Anfang der Ming-Dynastie Hauptstadt Chinas. Aus dieser Zeit ist vieles erhalten geblieben (Xiaoling-Grab, die Ruinen des einstigen Kaiserpalastes, das Mausoleum von Sun Yat-sen, etc.). In Jiangsu ist möglicherweise der Daoismus entstanden.

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Jiangxi

Name Jiangxi
   
Koordinaten 28° N, 116° O
   
Kurze Lagebeschreibung Neben dem Jangtsekiang und dem Poyang-See ist der 751 Kilometer lange Gan-Fluss der wichtigste Fluss. Er durchschneidet Jiangxi von Süden nach Norden, wo er in den Poyang-See mündet. Dieser geht über in den Jangtsekiang. Im Norden ist die Oberfläche eben, im Süden steigt das Land an es bildet hier das Tal des Gan-Flusses. Im Osten, Süden und Westen ist Jiangxi von Bergen umgeben.
   
Klima Das Klima von Jiangxi ist feucht und subtropisch. Die Januartemperaturen liegen im Durchschnitt zwischen 3 °C und 9 °C. Doch die Julitemperaturen liegen um 27 °C und 31 °C. Die Provinzhauptstadt Nanchang gehört zu den heißesten Städten in China. Die Niederschlagrate ist mit 1200 bis 1900 mm relativ hoch, davon fällt das meiste zwischen April und Juli. Der Nord-Osten ist dabei das feuchteste Gebiet. Chinas Festland, besonders Ostchina, steht unter dem Einfluss des ostasiatischen Monsuns. Das östliche Monsungebiet umfasst die nordostchinesische, die nordchinesische, die südchinesische und die südwestchinesische Region sowie die Region am Mittel- und Unterlauf des Yangtse. In diesen Regionen befindet sich unter anderem auch Jiangxi.
   
Bevölkerung Eine Zählung im Jahr 2000 ergab das Jiangxi mit 41,4 Millionen Personen die am wenigsten dicht besiedelte Provinz Ostchinas ist.
   
Wichtige Städte Die wichtigsten Städte in Jiangxi sind, neben der Hauptstadt Nanchang, Jiujiang, Jingdezhen, Ji'an, Ganzhou und Pingxiang.
   
Wirtschaft Jiangxi gehört in China zu den ärmeren Provinzen, auch das Wachstum hinkt hinter anderen Provinzen her. Dies führt zu hoher Abwanderung in die viel reicheren Nachbarprovinzen, wodurch der Provinz viele gut ausgebildete Arbeitskräfte und Kapital verloren gehen.
   
Landwirtschaft Etwa die Hälfte der Menschen in Jiangxi arbeiten in der Landwirtschaft und erwirtschaften so ein Viertel des BIP. Ebenfalls die Hälfte der Landwirtschaftsfläche wird für den Reisanbau benötigt. Jiangxi ist traditionell ein wichtiger Reislieferant für China, die Reisernte der Provinz gehört zu den höchsten des Landes. Andere wichtige landwirtschaftliche Produkte sind Baumwolle, Ölpflanzen (z.B. Raps), Zuckerrohr, Tee und Früchte. Die Forstwirtschaft hat im relativ waldreichen Süden eine hohe Bedeutung, während im Norden die Fischzucht sehr wichtig ist. Bei der Viehzucht dominieren Schweine.
   
Industrie Die Industrie hat einen sehr geringen Anteil am BIP, jedoch ist sie eine lange Tradition in der Provinz, vor allem die Herstellung von Keramik. Bei Uran, Kupfer, Silber und Tantal-Niob verfügt Jiangxi über die größten Vorkommen. Daneben fördert es beträchtliche Mengen an Kohle, Zink und Molybdän. Jingdezhen (eine Stadt in Jiangxi) gilt nach wie vor als Welthauptstadt des Porzellans.
   
Jahreseinkommen Das Pro-Kopf-BIP liegt bei ca. 4800 Juan, also viel weniger als in anderen Provinzen.
   
Historische und landschaftliche Sehenswürdigkeiten -
   
Kulturelle Besonderheiten Jiangxi ist die Heimat des Gan-Dialekts, eine der sieben Dialektgruppen der chinesen Sprachen. Im Süden gibt es Regionen, wo Hakka siedeln, die ihre eigene Sprache erhalten haben. In den nördlichen Grenzgebieten werden der Hui-Dialekt oder der Wu-Dialekt gesprochen. Ganju (Jiangxi-Oper) ist die Form der chinesischen Oper, die in Jiangxi beheimatet ist. Die Küche von Jiangxi ist außerhalb der Provinz nur wenig bekannt. Sie zeichnet sich durch Geschmacksextreme aus, die sich auf den starken Einsatz von Chili und eingelegten oder fermentierten Nahrungsmitteln zurückführen lassen.
   
Sonstiges Energie: Wegen der hohen Niederschlagsmenge und der gebirgigen Oberflächengestalt hat Jiangxi ein hohes Potential für die Energiegewinnung aus Wasserkraft. Sie wird jedoch nur teilweise genutzt; nur etwas mehr als ein Viertel der produzierten Energie stammt aus Wasserkraftwerken.

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Jilin

Name Der Name Jilin bedeutet in der deutschen Übersetzung („Glücksverheißender Wald „)
   
Koordinaten 122°-131°Ö und 41-46°N
   
Geographische Lage Jilin grenzt an die Provinz der Inneren Mongolei, sowie Heilongjiang und Liaoning. Der Yalu- und der Tunnel Fluss sind die Grenzflüsse zu China und Nordkorea. Diese befinden sich im südöstlichen Randgebiet der Provinz. Östliches Nachbarland der Provinz Jilin ist Russland. Die Gesamtfläche der Provinz beträgt 187.400 Quadratkilometer und hat somit einen Anteil von etwa 2% an der China. Die weiteste Ausdehnung von Ost nach West beträgt 650 Kilometer und von Norden nach Süden 300 Kilometer. Der Nordwest Jilings liegt tief und der Südosten hoch. Ein Tiefebene erstreckt sich von der Mitte bis in den Westen der Provinz.
   
Wirtschaft In den 1950 Jahren wurde in Changchu, der jilingischen Hauptstadt mit Hilfe der Sowjetunion das Erste Automobilwerk gebaut. Über 30 Jahre wurde hier der Lastwagentyp Jiefang (=Befreiung) produzierte (95 PS), dessen Bauweise nicht verändert wurde. 1987 gab es die erste ersten Modelländerung, der Motor wurde leistungsstärkerund aus Viertonnen konnten fünf werden. In diesem Werk werden heute auch Modelle von namenhaften Konzernen montiert wie z.B der Golf 4 und der Jetta von VW, außerdem Daimler-Crysler hier noch einige seiner Modelle zusammenbauen.
   
Einwohner Die Provinz hat 27.400.000 Einwohner, das sind 144 Einwohner pro Quadratkilometer
   
Bevölkerung Der Anteil an Han-Chinesen in der Bevölkerung liegt bei ungefähr 91 %, obwohl nur 4% der Bewohner Koreaner sind , umfassen ihre autonomer Region welche in der Stadt Baishan liegt knapp 24,6%,also einen Viertel der gesamt Fläche Jilins. Die Mandschu stellen zwar einen 4%tigen Anteil an der gesamten Bevölkerungsdichte, ihr autonomer Kreis Yitong macht jedoch nur 1,3% der Provinzfläche aus. Mongolen machen 0,6% der Bevölkerung aus, Besiedelungsraum ihres Kreises Vorderer Gorlos macht auf Grund seiner dünnen Besiedelung nur 2,7% der Provinzfläche aus.
   
Klima/Landschaft Jilins Landschaft kann gut durch folgendes chinesisches Sprichwort beschrieben werden: „ein Gebirge, drei Flüsse“ umrissen. Ähnlich wie Harbin, die Hauptstadt, der Provinz Heilongjiang ist Jilin ebenfalls landesweit für seine ausgefallene und einzigartige Winterlandschaft bekannt. In Jilin herrscht ein durch Monsunregen bestimmtes nördlich kontinentales Klima, mit langen kurzen warmen Sommern sowie langen Schnee reichen Wintern. Winterbeginn ist im frühen Oktober und endet im April. Trotz der Kälte im Winter, strömen die Menschen hierher um dem Eislantern Festival sowie den Wintersportereignissen beizuwohnen. Jilin ist eins der bekanntesten und besten Skigebiete Chinas, ausserdem hat es viele natürliche, sowie und historische Sehenswürdigkeiten.

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Liaonging

Name Liaoning
   
Hauptstadt Shenyang
   
Fläche 145.900 km² (Rang 21 von 33)
   
Anteil an der VR China 1,52%
   
Einwohnerzahl 43.190.00 (Rang 13 von 33)
   
Bevölkerungsdichte 290 Einwohner/km²
   
Regierungsoberhaupt Chen Zhenggao (Gouverneur)
   
Gliederung 14 Städte
   
Nachbarprovinzen (im Uhrzeigersinn) Hebei, Innere Mongolei, Jilin (Nordkorea)
   
Sehenswürdigkeiten Dalian
   
Sonstiges Die Provinz Liaoning hieß bis 1929 Fengtian und war das Reich der Madschu. Nach der Quing-Dynastie war die Provinz von Japan und Russland besetzt. Diese Staaten legten auch den Grundstein für die heutige Industrie der Provinz. In Liaoning gibt es vor allem Schwerindustrie. Die Provinz hat ein Wirtschaftswachstum von 13% seit 2008, damit ist sie eine der stärksten Provinzen im Vergleich mit anderen ähnlichen Regionen. Der Tourismus in Liaoning beschränkt sich hauptsächlich auf die Stadt Dalian, die auch „Hongkong des Nordens“ genannt wird. Dort gibt es einige Sandstände und Erholungsorte.

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