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Níngxia

Name Níngxià
   
Koordinaten 37° N, 106° O
   
Lagebeschreibung Níngxià ist ein autonomes, 66,461 km² großes Gebiet (etwa doppelt so groß wie die Niederlande) im Nordwesten der Volksrepublik China. Es zählt zu den kleinsten und Bevölkerungsärmsten unter den Provinzen und Regionen Chinas. Es grenzt im Osten an die Provinz Shaanxi, im Norden und Westen an die Innere Mongolei und im Süden an die Provinz Gansu. Im Süden und Südwesten wird Níngxià durch das Liupan-Shan-Gebirge und das Quwo-Shan-Gebirge eingeschlossen. Durch die Provinz fließt der Gelbe Fluss, der westlich in Níngxià und es in Richtung Norden verlässt. Níngxià liegt an der Nordwestgrenze der großen Lößebene, am Übergang zum mongolischen Steppen- und Wüstenland. 38% der Fläche bestehen aus Hügelland, 27% aus Schwemmlandebenen, 17%aus Tafelländern, 16% aus Gebirgen und 2% aus Wüstenland. Die höchste Erhebung Níngxiàs ist 3556 m hoch.
   
Bevölkerung Im Jahr 2006 wurde die Bevölkerung in Níngxià auf ca. 5.900.000 Einwohner geschätzt, was eine relaitv geringe Bevölkerungsdichte von etwa 88.8 Einwohner pro km² ergibt. Da es keine Beschränkung des Zuzuges in die Region gibt, ist die Bevölkerung zwischen 1990 und 2000 um etwa ein Fünftel gewachsen. Ursprünglich wurde die Region für Hui-Chinesen eingerichtet, die Bevölkerung besteht allerdings mehrheitlich aus Han-Chinesen. Der Rest, etwa 35 Prozent, besteht aus chinesischen Muslimen, die über die Seidenstraße in die Region kamen. Laut einer Bevölkerungszählung 2000 leben 32% der Einwohner in Städten, in der größten Stadt, der Hauptstadt Yinchuan, leben 1,38 Millionen.
   
Klima Das Klima Níngxià ist kontinental-gemäßigt, wobei der Niederschlag von Norden nach Süden stark abnimmt: Während im Süden noch 670mm Niederschlag im Jahr fallen, sind es im Norden häufig weit unter 200mm, was daran liegt, das dieser Teil des Gebiets zum zentralasiatischen Steppen- und Wüstenbereich gehört. In der Hauptstadt gibt es etwa 200 mm Regen jährlich, der vor allem im Sommer fällt. Die durchschnittliche Januartemperatur Yinchuans beträgt etwa -9°C, die durchschnittliche Julitemperatur etwa 26°C, wobei die maximalen Sommertemperaturen auch 40°C überschreiten können. Obwohl der Name Ningxia übersetzt etwa ruhiger Sommer bedeutet, ist häufiger, starker Wind charakteristisch für das Wetter der Region.
   
Wichtige Städte Im Norden liegen sowohl die Hauptstadt Yinchuan als auch einige andere wichtige Städte, wie zum Beispiel Shizuishan und Wuzhong. Im Süden gibt es nur eine größere Stadt, Guyuan.
   
Landwirtschaft Im Jahr 2000 wurden 17% des BIP im primären Sektor erwirtschaftet, wobei der Sektor 58% der Arbeitskräfte beschäftigte. Es werden Getreide (Mais, Weizen, Reis) und Gemüse, vor allem Hülsenfrüchte angebaut, wobei bei jeder Art von Feldbau Bewässerung notwendig ist. Ein Drittel des landwirtschaftlichen Ertrages wird mit der Viehhaltung erwirtschaftet, wobei die Haltung von Schafen, Ziegen, Schweinen und Rindern dominiert. Mit 80,8 Stück Vieh pro km² weist Ningxia die höchste Viehdichte aller Provinzen und Autonomen Regionen Chinas auf; die Folgen sind Überweidung und Desertifikation. Besonderheiten des landwirtschaftlichen Ertrags sind die Wolle und Haut wilder Argalischafen, facai (ein Moos, das als Gemüse gegessen wird), Lakritzwurzeln und Goji-Beeren, die für das extrem hohe Alter, das einige der Bewohner von Níngxià erreichen, verantwortlich gemacht werden. Die vom gelben Fluss durchzogenen Schwemmgebiete sind die wichtigsten landwirtschaftlich genutzten Gebiete, sie verlieren jedoch durch intensive und falsche Nutzung zunehmend an Fruchtbarkeit.
   
Industrie Der sekundäre Sektor erwirtschaftet 45% des BIP. Allein die Bauindustrie macht 10 Prozent des gesamten BIP aus. In Níngxià gibt es große Kohlevorkommen und Bodenschätze wie Erdöl, Gips, Kalk, Eisenerz und Helan-Stein (spezielle Tonart). Die Schwerindustrie macht 84% des Wertes der Industrieproduktion aus, ihr Standort konzentriert sich vor allem auf Yinchuan und Shizuishan im Norden der Region.
   
Jahreseinkommen Der südliche Teil Níngxiàs, vor allem das von den muslimischen Hui bewohnte Gebiet, gehört zu den ärmsten Regionen der Volksrepublik China und erhält deshalb finanzielle Unterstützung der Zentralregierung.
   
Historische und landschaftliche Sehenswürdigkeiten Im Osten von Níngxià befinden sich Ruinen der großen Mauer aus der Ming-Dynastie.In der Hauptstadt Yinchuan befinden sich einige andere Sehenswürdigkeiten: Die Haibao-Pagode; die Chengtiansi-Pagode, ein berühmtes buddistisches Bauwerk; die sogenannten 'chinesischen Pyramiden'. Außerdem gibt es in der Nähe der Helan-Berge eine Felsmalerei, angefertigt von Nomaden früherer Zeit, die beschreibende Zeichnungen und ausdrucksstarke Farben verwendeten um die Geschichte von Chinas Zivilisation darzustellen.
   
Kulturelle Besonderhieten Níngxià wurde ursprünglich als autonome Region für die Hui-Chinesen eingerichtet.
   
Sonstiges Níngxià behauptet von sich, die einzige Region Nordwestchinas zu sein, in der alle Dörfer an das Elektrizitätsnetz angeschlossen sind. Die Analphabetenrate wird im Jahr 2000 mit 13,4% angegeben, was für China recht hoch ist.

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Peking

Name Peking (Beijing)
   
Hauptstadt Peking (Beijing)
   
Höhe 63m über NN
   
Fläche 16.807,8 km²
   
Einwohnerzahl 17.550.000
   
Bevölkerungsdichte 924 Einwohner/km²
   
Regierungsoberhaupt Guo Jinlong
   
Gliederung 14 Stadtbezirke, 2 Kreise
   
Nachbarprovinzen (im Uhrzeigersinn) Hebei, Tianjin
   
Klima gemäßigtes, kontinentales Klima
   
Sehenswürdigkeiten Verbotene Stadt, Tian’anmen-Platz, Chinesische Mauer, Olympiagelände
   
Sonstiges Die Stadt Peking ist eine regierungsunmittelbare Stadt, das heißt sie ist den Provinzen hinas gleichgestellt. Sie ist das politische Zentrum Chinas und es herrscht gemäßigtes kontinentales Klima. Die Geschichte der Stadt geht auf das Jahr 1000 v. Chr. Zurück. Zu dieser Zeit wird die Stadt erstmals in Urkunden erwähnt, damals noch unter dem Namen Ji. Im Laufe der Zeit entwickelte sich die Siedlung zum Knotenpunkt des Handels und wurde Hauptstadt früherer Dynastien. Die Einwohnerzahl Pekings hat sich in den letzten fünfzig Jahren verdoppelt. Deutsche Partnerstädte von Peking sind Köln und Berlin. Die berühmtesten Sehenswürdigkeiten in Peking sind der Kaiserpalast, der Tian’anmen-Platz und die Chinesische Mauer. Seit der Austragung der olympischen Spiele 2008 ist auch das Olympiagelände ein Anziehungspunkt für Touristen. Probleme Pekings sind die schlechte Luftqualität und die schlechte Wohnsituation für die vielen Menschen in Peking.
Klimadiagramm der Stadt Peking nach Walter.
Das "Nest"
Der Tian Men Platz
Die verbotene Stadt

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Qinghai

Name Qinghai
   
Koordinaten 36° N / 101° O (Xining)
   
Hauptstadt Xining
   
Lage Qinghai liegt in Westchina und grenzt an die Provinzen Tibet, Sichuan, Gansu und Xinjang.
   
Geografie In Qinghai befindet sich der größte Binnensalzsee Chinas und Namensgeber der Provinz, der Qinghai-See, in deren Mitte die sogenannte Vogelinsel liegt. Qinghais Hochplateaus im Osten und Süden reichen von 2500m bis zu 3500 Höhenmetern über NN. Das im Süden gelegene Qinghai-Tibet-Hochplateau ist das höchstgelegene der Welt. Auch der Norden ist gebirgig, auf durchschnittlich4000m Höhe liegen das Gebirge Altun und das Qilian-Gebirge. Qinghai besitzt zudem Sumpfgebiete; zu den wichtigsten Flüssen zählen der Jangtse, der in der Provinz entspringt, sowie der Gelbe Fluss.
   
Wichtigste Städte Xining (Hauptstadt) und Golmud
   
Bevökerung 5,1 Mio.
  Die Bevölkerung setzt sich zusammen aus Mongolen, Tibetern (Qinhai gehörte lange Zeit zu Tibet), Hui und Han-Chinesen.
Jahreseinkommen Das durchschnittliche Jahres-Pro-Kopf-Einkommen variiert je nach Region. In den ländlichen Gebieten beträgt es 2004 Yuan, in den Städten 7319 Yuan.
   
Landwirtschaft WichtigstenBestandteile der Landwirtschaft in Qinhai ist die Viehzucht, aber es werden auch Arzneikräuter, Getreide, Bohnen und Kartoffeln angebaut.
   
Industrie Eine wichtige Rolle spielt aufgrund der zahlreichen Salzseen die Salzindustrie; außerdem sind Erdöl, Kohle und Eisen als Bodenschätze vorhanden. Hinzu kommen Papier- und Baustoffproduktion, Chemie und Energie, vor allem Wasserkraft.
   
Sehenswürdigkeiten Das Kloster Ta'er bei Xining ist eins der größten Lama-Klöster der Gelben Sekte. Es wurde während der Ming-Dynastie erbaut und steht unter Denkmalschutz. Die große Moschee Dongguan liegt in Xining und bietet 3000 Menschen Platz zum Beten. Sie hat auch visuell Einiges zu bieten. Der Qinghai-See mit der Vogelinsel ist nicht nur aufgrund seiner Größe ein Anziehungspunkt. Im Sommer punktet er mit der weiten Landschaft, die ihn umgibt, und in der Hirten unterwegs sind. Die Vogelinsel ist Nistplatz für unzählige asiatische Zugvögel, die am Strand ihre Eier legen.
   
Klima In Qinghai herrscht kontinentales Klima; es ist kalt und trocken, was für kurze Sommer und lange Winter sorgt. Die Temperaturschwankungen zwischen Tag und Nacht sind hoch: Bis zu 16°C kann die Differenz betragen. Die Durchschnittstemperatur liegt bei 8°C; der Niederschlag ist sehr gering.
Klimadiagramm der Stadt Xining nach Walter.

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Shaanxi

Name Shaanxi
   
Koordinaten 34° N, 109° O
   
Fläche 205.800 km²
   
Provinzhauptstadt Xi'an
   
Lagebeschreibung Shaanxi liegt im Übergangsgebiet zwischen Nord- und Nordwestchina. Angrenzende Provinzen sind die Innere Mongolei, Shanxi, Henan, Hubei, Chongqing, Sichuan, Gansu und Ningxia. Die meisten Großstädte liegen im dicht besiedelten Tal des Wei-Flusses, wie auch die Provinzhauptstadt Xi'an. In der Wei-Fluss-Ebene leben zwei Drittel der Bevölkerung.
   
Bevölkerung Die Bevölkerung besteht nicht nur aus Han-Chinesen, sondern auch aus islamischen Hui, die wahrscheinlich während der Tang-Dynastie eingewandert sind. Neben dem Trommelturm in Xi’an gibt es ein islamisches Viertel, in dem bis heute eine hölzerne Moschee aus der Tang-Zeit erhalten ist. Noch bis zum Ende des 19. Jahrhunderts hatten Hui und andere muslimische Völker Chinas über 78% der damaligen Bevölkerung (6,5 Mio. von 8,3 Mio. Einwohnern) ausgemacht. Heute sind es weniger als 1%. In Shaanxi leben 37.720.000 Einwohner (Stand 2010), die Bevölkerungsdichte liegt bei 175 Einwohner/km².
   
Klima Shaanxi hat ein sehr trockenes Klima mit viel Sonnenschein und starker Strahlung. Die Temperaturen schwanken sehr von Tag zu Nacht.
Klimadiagramm der Stadt Xian nach Walter.

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Shandong

Hauptstadt Jinan
   
Fläche 156.700 km²
   
Lage Shandong liegt im Osten Chinas. Benachbarte Provinzen sind Anhui, Hebei, Henan und Jiangsu; die wichtigsten Städte der Provinz sind Jinan, Qingdao (liegt auf der Halbinsel Qingdao, die das gelbe Meer vom Bohai-Golf trennt), Zibo, Yantai; durch den Westen Shangdongs fließt der „gelbe Fluss“. Die westliche Küste ist 3000 km lang.
   
Einwohnerzahl 91.800.000 Einwohner
   
BIP 4.749 US-Dollar im Jahr (siebthöchstes Einkommen Chinas)
   
Bevölkerungsdichte 591 Einwohner/km²
   
Regierungsoberhaupt Gouverneur: Jiang Daming
   
Gliederung In Shandong gibt es 60 Kreise, 49 Stadtbezirke, 31 Städte.
   
Klima (Jinan) In Jinan herrscht ein kühl-gemäßigtes Klima mit regnerischen Sommern (bis über 40°C) und windigen Winter (meist unter 0°C). Es kann allerdings zu schweren Überschwemmungen im Sommer (194.4mm) bzw. zur Dürre im Winter (5.3 mm) kommen, da 70 % der Niederschläge im Sommer fallen.
   
Wirtschaft Wegen der langen Küste gibt es zahlreiche Häfen, sowie eine gute Verkehrsbindung zu Peking und Shanghai. Gefördert werden die umfangreichen Erdölreserven. Außerdem ist durch die gute Wasserversorgung die Ernte von besonders Erdnüssen, aber auch anderen Obst- und Gemüsesorten sehr erfolgreich. Die Industrie-Wirtschaft entwickelt sich gut.
   
Sehenswürdigkeiten Neben dem Taishan-Berg gibt es in Shandong zahlreiche andere Städte und Orte des Taoismus, sowie andere Gebetstätten. In der Stadt Qufu, der ehemaligen Hauptstadt des alten Königreiches, wurde Konfuzius geboren, desssen Grabstätte dort besichtigt werden kann Quingdao ist für deutsche Touristen wahrscheinlich am interessantesten, da es ein Handelsstützpunkt des deutschen Reiches war.

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