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Physiogeographie

Das Land Tibet fasziniert seit vielen Jahren die Menschen.

Heute verstehen wir die Autonome Region Tibet als einen Teil der VR China.

Weitere Teile des alten Tibets sind heute den chinesischen Provinzen Yünnan, Sichuan, Gansu und Quinghai zugeschlagen.

Das alte Tibet bestand aus dem Teilbereich Ü und Tsang (Zentraltibet), Kham (Südosttibet), Amdo (Nordosttibet), Ngari (Westtibet) und dem Dschungtang.

Die Gesamtfläche Tibets beträgt 10 Mio. Quadratkilometer.

Die durchschnittliche Höhe liegt bei 4000-5000 Metern über N.N., weshalb Tibet auch häufig als „Dach der Welt“ bezeichnet wird.

Tibet liegt zwischen dem 28. und 39. Breitengrad Nord und dem 78. und 102. Längengrad Ost, was einer Ausdehnung von ca. 2500 Kilometern Ost-West und 1500 Nord-Süd entspricht.

Es ist damit sieben Mal so groß wie Deutschland.

Mit Ausnahme des Südostens, der mit Wald bedeckt ist, kann man Tibet als unwirtlich bezeichnen.

Begrenzt wird Tibet im Süden vom Himalaya, im Norden von Kunlun-Shan, im Osten vom tibetischen Randgebirge und im Südwesten vom Karakorum.

Anrainer sind im Süden Nepal, Bhutan und Indien, im Westen die chinesische Provinz Xinxiang, im Norden Quinghai, im Osten die Provinzen Gansu, Sichuan und Yünnan.

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Klima

Tibet weist aufgrund seiner unterschiedlichen Lagen die verschiedensten Temperatur- bzw. Klimaverhältnisse auf. Im größten Teil herrscht Hochlandklima. Moderate Temperaturen finden sich in Lhasa und Shigatse, die aus diesem Grunde auch am dichtesten bevölkert sind.

Der Ostteil Tibets ist insgesamt feuchter und wärmer und deshalb auch dichter bevölkert.

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Bevölkerung

Genaue Zahlen zur Bevölkerung in Tibet gibt es kaum. Man kann aber davon ausgehen, dass ca. 2 Mio. Tibeter in der Autonomen Region und ca. 2,5 Mio. Tibeter in den osttibetischen Gebieten von Amdo und Kahm leben.

Neben den Nomaden lebt ein großer Teil der Tibeter in den städtischen Gebieten von Lhasa, Shigatse, Gyantse, Markham, Derge, Kandze und Lithang.

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Kultur

Die tibetische Kultur unterscheidet sich in allem erheblich von der europäischen.

Sie wird besonders geprägt vom Buddhismus tibetischer Ausprägung, dem sogenannten Tibetischer BuddhismusLamaismus<//a>.

Dabei spielt die Person des Dalai Lama sowohl als weltliches, als auch religiöses Oberhaupt eine bedeutende Rolle.

Dieser befindet sich nach seiner Flucht von 1959 vom Exil in Dharamsala/ Indien.

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The Dragon in the land of snow

1904 Einmarsch der Engländer in Tibet Die Younghusband Expedition
1913 Vertreibung der chinesischen Garnison aus Lhasa -
1933 Tod des 13. Dalai Lama Wahl von Reting Rinpoche zu Regenten -
21.07.1939 Beginn der Reise der Wiedergeburt des Dalai Lama von Takser nach Lhasa Film: Kundun gibt einen schönen Eindruck der Geschichte
10.10.1939 Einzug des 14. Dalai Lama in Lhasa. Er erhält den Namen Yeshe Tenzin Gyatso -
01.10.1949 Gründung der Volksrepublik China Ausrufung am Platz des Himmlischen Friedens durch Mao Tse Dung
07.10.1950 Beginn der Invasion Tibets (Kham)durch die Volksbefreiungsarmee -
17.11.1950 Unter dem Eindruck des Einmarsches wird der Dalai Lama in sein Amt eingesetzt -
Nov '50 El Salvador brachte in die Generalversammlung der Vereinten Nationen einen Antrag auf Verurteilung Chinas ein. Der Antrag wurde vertagt ( 9 Jahre). Hugh Richardson: "Das Verhalten der indischen und britischen Regierung zeigt, daß sie ihrer moralischen Pflicht, das klarzustellen, was nur sie wissen konnten, nicht nachgekommen sind: nämlich daß ews keine legale Berechtigung für die chinesische Invasion von Tibet gab.
Mai '51 Unter Druck von China wird ein 17-Punkte-Vertrag geschlossen Diese Abkommen ist von China zwar diktiert, aber nie eingehalten worden
26.10.1951 Einmarsch der Volksbefreiungsarmee in Lhasa -
1954 Tenzin Gyatso fährt auf Einladung Chinas nach Beijing. Zusammentreffen mit Tschou En-Lai und Mao Tsetung -
1954 Guerillakrieg in Kham Chinesen gehen mit unglaublicher Brutalität vor. Sie vergiften z.B. Brunnen, töten Mönche und vergewaltigen Nonnen
02.03.1959 Dalai Lama erhält den Titel eines Geshe -
20.03.1959 Chinesen beschießen den Norbulingka. Tausende kamen ums Leben. Dalai Lama flieht im Schutz der Dunkelheit -
31.03.1959 Dalai Lama erreicht die Genze zu Indien -
Okt '59 Malaysia und Irland stellen Antrag zum völkerechtlichen Status Tibets. Ablehnung mit 46 zu 9 Stimmen bei 26 Enthaltungen Vertagung auf unbestimmte Zeit. China verhindert seitdem die Wiederaufnahme auf die Tagesordnung!!!!
Okt '59 Eine International Juristen-Kommission stellt fest,daß sich die Chinesen "durch planmäßiges Töten buddhistischer Mönche und Lamas des VÖLKERMORDES schuldig machen -
09.09.1965 Gründung der Autonomen Region Xizang Amdo und Kham werden werden den chinesischen Provinzen Quinghai, Gansu, Sichuan und Yünnan zugeschlagen
1966-1976 Zerstörung zahlreicher Klöster während der "Großen Proletarischen Kulturrevolution" Der Holocaust, der über Tibet kam, entlarvte das kommunistische China als grausamen und unmenschlicher als jedes andere kommunistische Regime schrieb Alexander Solschenizyn Von 2000-3000 Klöstern blieben nur 20 erhalten.
70er-Jahre Widerstand der Khampas mit Unterstützung des CIA Rückzugsgebiet ist das Königreich Mustang
1971 Aufnahme Chinas in die Vereinte Nation Die Khampa-Soldaten werdengeopfert. Viele wählen den Freitod.
1980 Erste Reformen in Tibet scheitern an den chinesischen Kadern -
September 1987 Der Dalai Lama legt einen 5-Punkte-Friedensplan vor Chinesen reagieren mit Verhaftungen, Schauprozessen und Hinrichtungen.
Mrz '88 Polizisten und Soldaten stürmen den Jokhamg Mindestens zwölf Mönche werden getötet
Mrz '89 Demonstrationen in Lhasa Beijing stellt Tibet unter Kriegsrecht Weltgewissen empört sich, China droht mitWirtschaftssanktionen, die kritischen Stimmen verstummen
1989 10.Panchen Lama verurteilt die Besatzung Tibets Zwei Tage später verstirbt er an einem "Herzschlag"
1989 14. Dalai Lama erhält den Friedensnobelpreis Chinesen intervenieren heftig
2008 Im Vorfeld der Olympiade in Beijing kommt es zu Aufruhen in Lhasa Die Aufruhr wird blutig niedergeschlagen. Seitdem kommt es auf allen Ebenen zu Repressalien gegen die tibetische Bevölkerung
Quelle: Shakya, Tsering; The Dragon in the Land of Snow; A History of Modern Tibet since 1947, Pinguin CompASS History 1999 und eigene Ergänzungen.  
Bergermann Juni 2010    

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