"Altes Tibet"

Hier finden Informationen zum "Alten Tibet".

Amdo

Changthang

Kham

Ngari

Ü-Tsang

 

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Amdo

Name Amdo
   
Koordinaten 32°39′N, 91°8′O
   
Lagebeschreibung Geographisch hebt sich Amdo von Kham grob umrissen durch das Einzugsgebiet des Oberlaufs desGelben Flussesab - mit weiten, von Nomaden genutzten Hochlandsteppen im Westen und Südwesten und ackerbaulich genutzten Tälern im Osten und Nordosten. In den landwirtschaftlichen Gebieten Amdos hat der Gelbe Fluss großartige Canyon-Landschaften geschaffen, die mehrfach für große Wasserkraft-Projekte (Longyang Xia, Liujia Xia, Lijia Xia) genutzt wurden und den Strom produzieren, der zu einem der Hauptexportartikel der Provinz Qinghai geworden ist. Amdo als Provinz zu bezeichnen ist im Sinn einer Kulturprovinz richtig, der tibetische Kulturraum Amdos auch einer der bedeutendsten und abwechslungsreichsten im Hochland von Tibet.
   
Bevölkerung Die Einwohner Amdos nennen sich demgemäß auch nicht Böpa (bod pa), wie der tibetische Begriff für Tibeter lautet, sondern Amdowa (a mdo pa). Diese Regionalbezeichnung der Bevölkerung erstreckt sich trotzdem ausschließlich auf tibetische Dialekte sprechenden Gruppen, die außer im Haupttal zwischen Xining und Lanzhou in Gansu (dem Flusstal des Huang Shui, tib. Tsong Chu) und angrenzenden Regionen sowie in und um einige weitere große Städte die Mehrheit ausmachen. Weitere nicht-Han-chinesische ethnische Gruppen sind – neben den zahlreichen Hui-Muslimen –Mongolen, Monguor (Tuzu), Salaren, Bonan (Bao'an), Dongxiang u.a. (vgl. Qinghai und Gansu) Entsprechend tragen die meisten Verwaltungseinheiten unter der Provinzebene die Bezeichnung "tibetisch" in ihrem Namen: Tibetische/r autonome Bezirk/Präfektur (TAP) Golog, TAP, TAP Huangnan, TAP Hainan etc.. Beim Zensus im Jahre 2000 wurden in Amdo 32.843 Einwohner gezählt.
   
Sehenswürdigkeiten Berühmte Klöster der Region sind u.a.
  Kumbum Champa Ling(chin. Ta'er Si) in Qinghai,
  Labrang Tashi Khyil in Süd-Gansu,
  Qutan Si (Gotamde) , Youning Si (Rgolong), Rongwo Gönchen (Longwu Si) und
  Rakya Gompa in Qinghai,
  Dzamthang Chöde Chenpo, das Hauptkloster des Jonang-Ordens in Dzamthang sowie die buddhistische Klosterakademie von Jigme Püntsog, Larung Gar, in Serta (beide in Sichuan).
  Historisch bedeutend können auch sehr kleine Klöster sein, wie Shadzong Ritrö, in dem der spätere große tibetisch-buddhistische Reformator Tsongkhapa als Dreijähriger vom 4. Karmapa geweiht wurde, sowie Shyachung Gompa (Jachung-Kloster, bya khyung), in dem dieser seine Mönchsausbildung begonnen hat.
   
Tibetische Kultur in Amdo Neben der ausgeprägten Klosterkultur sind in Amdo auch in großer Zahl Volksbräuche und Kulturgüter erhalten geblieben bzw. wiederbelebt worden, die in Zentraltibet nicht so häufig zu sehen sind. Insbesondere die Lhatos, Steinsetzungen, die als Opfergabe an die Götter errichtet werden, mit ihrem üppigen Gebetsfahnenschmuck und übergroßen Holzpfeilen, die den Berggöttern geweiht sind, können als Charakteristikum von Amdo angesehen werden.

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Changthang

Name Changthang
   
Fläche 1Mio. qkm
   
Höhe 4500m ü.N.N.
   
Bevölkerung fast ausschließlich Nomaden (Drogpas)
   
Nachbarprovinzen Amdo, Kham, Yunnan
   
Klima kalt, starke Temperaturunterschiede zwischen Tag und Nacht
   
Flüsse Indus, Brahmaputra, Gelber Fluss, Jangtse, Salween, Mekong

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Kham

Name Kham
   
Lagebeschreibung Kham wird von drei großen Flüssen durchzogen, dem Jangtsekiang(tib.Dri Chu), Mekong(tib.Dza Chu), Salween(tib.Nag Chu / Ngül Chu) und deren Nebenflüssen.
   
Bevölkerung Die Bevölkerung nennt sich selbst Khampa und sind hauptsächlich Nomaden.
   
Sehenswürdigkeiten Die Provinz Kham hat eine sehr abwechslungsreiche Natur und Kultur, dadurch gibt es dort viele wichtige Klöster und Paläste. Außerdem sind ihre große Steppen Heimat vieler Nomaden
   
Geschichte Bis ins 18. Jahrhundert gehörte das Land dem Dalai Lama oder unterstand einem großen Einfluss von ihm. Nach dem die Volksbefreiungsarmee die Hauptstadt von Kahm, Ngabo Ngawang Jigme, eingenommen hatte wurde die Provinz aufgeteilt, es wurde ein Teil von Sichuan und von der autonomen Region Tibet.

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Ngari

Name Ngari
   
Fläche 304.683 km²
   
   
Höhe 4500 m über NN
Einwohnerzahl 60.000 Einwohner
   
Bevölkerungsdichte 0.23 Einwohner/km²
   
Verwaltung Shiquanhe
   
Nachbarprovinzen- und länder Westen: Ladakh und Xinjiang
  Süden: Indien und Nepal
  Osten: Xigazê
  Norden: Chnagthang
   
Sehenswürdigkeiten Toding-Kloster im Kreis Zada
  Ruinen aus der Zeit des Königreichs
  heiliger Kangrinboqe-Berggipfel
  heiliger Mampam Yumco-See im Kreis Burang
   
Gliederung 7 Kreise: Gerze, Coqen, Ge’gyai, bruang, Zanda, Rutog
   
Flüsse Im Norden entspringt der Indus, in Osten der Tsangpo (Brahmaputra), im Westen der Satluj und im Süden der Karnali
   
Geschichte Im 7. Jahrhundert entstand das tibetische Großreich. Davor war die Region vermutlich identisch mit dem mythischen Königreich Shang Shung. Dieses wurde dann unter dem tibetischen König Songtsen Gampo oder dem König Thrisong Detsenin das großtibetische eingegliedert. In Ngari entstanden zur Zeit der Verbreitung der Lehre die drei Königreiche Guge, Purang und Ladakh. Historisch gesehen spielte die Provinz Ngari für die Entwicklung Tibets vor allem in der Zeit zwischen dem 10. und dem 14. Jahrhundert eine große Rolle: Die lokalen Königreiche waren besonders an der Wiederbelebung des Buddhismus beteligt.
   
Sprache Der Dialekt der in Ngari lebenden Nomaden wird „oberer Dialekt“ genannt.

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Ü-Tsang

Ü-Tsang ist ein zusammengesetztes Gebiet „des alten Tibets“ bestehend aus den Teilbereichen Ü (Lhasa) und Tsang (Shigatse und Gyantse). Ü-Tsang hat ungefähr eine Fläche von 1,2 Millionen km².

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